Und das Unkraut?


"Es wächst wie Unkraut" sagt man wenn man was beschreiben will das gut gedeiht. In der Tat, das Unkraut scheint immer da zu sein. So manch einer gibt das Gärtnern wegen dem Unkraut wieder auf.

Wo kommt das Unkraut her
Als Gott unsere Welt erschaffen hatte, war sie vollkommen. Alles hatte seinen Zweck und seinen Platz. Es blieb aber nicht so. Mit der Sünde kamen Schmerzen und Tod und auch Dornen und Disteln (1Mose 3, 17-18). Unser Erdboden ist verflucht. Um die Freude am Gärtnern nicht zu verlieren versuche ich mit dem Unkraut zu leben, was meine ich damit?

1. Vorbeugen 
Wie bei den meisten Problemen ist Vorbeugung die beste Maßnahme. Das ist auch beim Unkraut nicht anders. Auch wenn das Unkraut immer da ist und auch immer da sein wird, kann man es doch weitgehend in Schach halten indem man:
a) Dem Unkraut Keinen Platz lässt. Je mehr platz man zwischen den Pflanzen frei lässt um so mehr kann sich das Unkraut entfalten. Im Blumenbeet kann es recht schön aussehen, wenn man zwischen den einzelnen Blumenbüschen freien Platz hat und den dann auch sauber hält, aber im Gemüse Beet ist das nicht praktisch. Das Square Foot Gardening Bepflanzung System eignet sich sehr gut um möglichst wenig Platz für Unkraut zu haben.
b) Das Unkraut nicht Samentragen lässt. Es ist OK etwas Unkraut zu haben, man sollte aber darauf achten das es nicht Samen trägt. Ein Kraut bringt oft hunderte von Samen. Gerade am Ende der Saison ist man schnell dazu geneigt alles einfach sausen zu lassen. Es ist mit den Unkraut Samen nicht anders als mit den Möhren Samen - sie gehen auf! Hat man der Pflanze aber keine Chance gegeben, kann man bald merken wie viel weniger Unkraut im nächsten Jahr da ist.

2. Regelmäßig sein
An einem schönen Sommer macht es richtig Freude in den Garten zu gehen, die Pflanzen zu sehen und etwas Unkraut zu jäten. Dabei stelle ich mir meist kleine Ziele, wie eine Reihe, oder ein Beet auf einmal. Gerne nehme ich auch einen Eimer und mache den mit Unkraut voll. Wenn immer der Eimer voll ist, habe ich mein Ziel für den Tag erreicht. Es hilft mir das Unkraut nicht als überwältigendes Übel zu sehen, sondern meine kleine Erfolge zu feiern. Dann habe ich auch Freude es bald wieder zu tun.

3. Nicht hacken sondern Hand jäten
Ein frisch gehackter Garten sieht sehr schön aus. Nur wer immer mit der Garten Hacke jätet muss es sehr oft tun. Das liegt einfach daran das durch das auflockern der Erde immer mehr Samen zur Oberfläche gebracht werden und dann aufgehen. Noch schlimmer ist das hacken für Wurzelunkraut. Durch das zerkleinern der Wurzeln werden immer mehr Pflanzen vermehrt. Bei Unkraut das sich durch Wurzeln vermehrt, immer versuchen die ganze Wurzel zu ziehen. Das Unkraut das man mit der Hand zieht und im Eimer sammelt und in die Mülltonne kippt, ist weg!

4. Realistisch sein
Nur weil Tante X kein Unkraut hat (zumindest kein Sichtbares), heißt es nicht dass ich und du keins haben dürfen. Es ist nur wichtig das du das Unkraut beherrschst und nicht das Unkraut dich und deinen Garten. Mit diesen wenigen Tipps ist es einfach es zu tun und so macht Jäten sogar Spaß!

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